Tierheilpraxis Stuke

Akupunktur in der Tierheilkunde

Zur Geschichte der Akupunktur

Bereits vor ca. 2000 Jahren behandelten die Chinesen ihre Pferde mittels Akupunktur, eine Therapieform, die sich heute in der Behandlung unsere Tiere fest etabliert hat und nicht mehr wegzudenken ist. Ihre Stärke ist die Regulation funktioneller Störungen. Die Akupunktur kann regulieren, was gestört ist, kann aber nicht regenerieren, was zerstört ist. Sie normalisiert Organfunktionen, die gestört sind, kann aber zerstörte Strukturen, wie z.B. nach Unfällen, nicht reparieren.

Was ist Akupunktur? Wie wirkt Akupunktur?

Akupunktur – ein Begriff aus der traditionellen chinesischen Medizin, wird aus den lateinischen Wörter Acus = Nadel und pungere = das Stechen abgeleitet.

Bei der Akupunktur handelt es sich um eine fast 5000 Jahre alte Erfahrungsmedizin, die ihren Ursprung in China hatte, und deren bis heute geltenden Prinzipien aus der chinesischen Wissenschaft und Philosophie entstanden sind. Sie gilt als eine Regulationstherapie, die mittels spezieller Nadeln Reize auf bestimmten Punkten auf der Körperoberfläche setzt.

Das älteste bekannte Lehrbuch geht der Überlieferung nach auf ca.2700 v.Chr. zurück und dokumentiert die Diskussion des „gelben Kaisers „ Huang Tu mit seinen Ministern über Krankheiten, Behandlungen und einen gesunden Lebenswandel. Ein Buch widmet er ausschließlich der Akupunktur.

Die traditionelle chinesische Medizin - TCM

Die einheitliche Grundlage des chinesischen Denkens ist dabei die untrennbare Verbindung von Körper, Geist und Seele. In der traditionellen chinesischen Medizin steht diese Einheit in enger Verbindung mit der Außenwelt. Das Prinzip von Yin und Yang, das Zusammenspiel der beiden Polaritäten, wie auch die Darstellung der Regelkreise der „fünf Wandlungsphasen“ zeigen uns diese enge Verknüpfung.

Diesen Regelkreisen werden Jahreszeiten, Farben, Geschmacksvorlieben, Gefühle, Kälte/Wärmeverhalten und vieles mehr zugeordnet. Sie sind eine Form der Darstellung den/das Mensch/Tier in seiner Ganzheit darzustellen und zu erfassen, mit allen von Außen beeinflussenden Faktoren. Sie helfen so dem Therapeuten bei der ganzheitlichen Behandlung und unterstützen ihn gleichzeitig bei der Suche nach der Ursache der Krankheit und der Diagnosefindung.

Diese Darstellung in Form der fünf Wandlungsphasen benutze ich tag- täglich in meiner Tierheilpraxis, sie ist unverzichtbar bei der Ursachenfindung und der ganzheitlich Betrachtung des Tieres mit seinen psychischen und physischen Leiden und Störungen. Nur dadurch gelingt es uns eine vollständige Heilung unserer Patienten zu erzielen, indem wir die Ursachen beheben und nicht rein symptomatisch behandeln.

Der Mensch/das Tier steht zwischen dem Yang des Himmels und dem Yin der Erde und ist als ein lebendiger Teil der Welt auch den Kräften des natürlichen Wandels unterworfen.

Alles wirkt aufeinander, alles fließt ineinander, im Zyklus der Vegetation, wie auch im menschlichen oder tierischen Körper.

Im Mittelpunkt der Akupunktur steht die Lebensenergie, das Qi (gespr.: Chi).

Diese Lebensenergie beeinflusst den gesamten Organismus, die inneren Organe, ebenso wie auch die Körperabwehr, die Atmung, die Verdauung, den Bewegungsapparat und die Seele.

Nach traditioneller Vorstellung fließt das Qi entlang bestimmter Bahnen, den so genannten Meridianen. Das sind die Energiekanäle, die den ganzen Körper überziehen.

Ist der Energiefluss in diesen Meridianen gestört, wird er mittels Akupunktur reguliert und die Blockade so aufgehoben.

In der TCM wird Krankheit als eine Störung der Lebensenergie angesehen, ähnlich wie auch in der Homöopathie und der Bachblütentherapie. Die Funktionen der Organe sind blockiert, die Lebensenergie kann nicht ungehindert fließen, es herrscht Disharmonie, die sich in Form von Krankheit äußert.

Die Therapie

Mit Hilfe von mechanischen oder thermischen Einwirkungen wird an bestimmten Punkten auf der Körperoberfläche Einfluss auf das Qi genommen werden. Es werden kleine Reize gesetzt, die dann eine Reihe von Reaktionen im Körper auslösen.

Das geschieht mit kleinen speziellen Nadeln und/oder der s.g. Moxa – Therapie (Wärmetherapie).

Durch die Nadelung der Akupunkturpunkte kommt es zu einer Harmonisierung im Körper, Blockaden werden gelöst, Organe werden wieder gekräftigt und können folglich auch wieder ungestört funktionieren. Der tragende Gedanke der chinesischen Philosophie ist dabei, dass auf diesem Wege die Energieleitbahnen wieder durchgängig gemacht werden, es zu einem Energieausgleich im Körper kommt, alles wieder im Gleichgewicht ist und es folglich dann zur Heilung kommt.

Oft zeigen die Patienten schon während der Behandlung, dass sie sich entspannen, weniger ängstlich, aggressiv oder schreckhaft sind; auch zeigen sie mehr Lebensfreude und können so wieder aktiv an ihrer Umwelt teilnehmen.

Diesen Vorgang bezeichnet die TCM als „äußere Therapie“ im Gegensatz zur „inneren Therapie“, wobei dem Patienten Arzneimittel verabreicht werden.

Die Kombination von Akupunktur – dem Setzen von Nadeln – und einer gut funktionieren Kräutermedizin, war die Grundlage des Heilens.

Die Akupunktur lässt sich daher ideal mit der Homöopathie, Phytotherapie oder den Bachblüten kombinieren.

Akupunktur

Akupunktur beim Pferd

Akupunktur beim Pferd
   

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