Die homöopathische Therapie in der Tierheilkunde
Der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) prägte den Begriff der Homöopathie. Er leitete ihn aus dem griechischen ab Eine Therapie, die auch als Regulationstherapie bezeichnet wird, und ganz individuell die Selbstheilungskräfte des jeweiligen Organismus anregt. Durch seine Erkenntnisse, seine Forschungen und seine Anwendungen an seinen Patienten wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Medizin die Homöopathie als komplexe Heilmethode vorgestellt und definiert. Durch seine medizinischen Schriften (z.B. Organon der rationellen Heilkunst) und seine pharmakologischen Werke (Materia Medica) legte er die bis heute gültigen wissenschaftlichen Grundlagen der Homöopathie. Der erste Grundsatz , Similia similibus currentur – Ähnliches werde mit Ähnlichemgeheilt, war für Hahnemann der erste Schritt in der Entwicklung seiner homöopathischen Heilmethode. Umfangreiche Untersuchungen einzelner Arzneisubstanzen, Prüfungen an seinen Patienten und in Eigenversuchen, Dokumentationen und Ausarbeitungen dieser Ergebnisse führten in der folgenden Zeit dazu, die vier Prinzipien als Eckpfeiler seiner Lehre festzulegen. - Das Simileprinzip (Prinzip der Ähnlichkeit) - Die Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen - Die individuelle Mittelwahl - Die Potenzierung der Arzneimittel Schon einige Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Organon erschienen 1815 die ersten Berichte über den Einsatz der Homöopathie in der Tierheilkunde. Bereits 1829 veröffentlichte Hahnemann seine erste „Homöopathische Heilkunde für Tierärzte“, da es für ihn absolut klar war, das die homöopathische Tierheilkunde auf den gleichen Mechanismen beruhte, wie die Menschenheilkunde. Auch hier ist die Grundlage die genaue Erforschung der charakteristischen Symptome des Tieres und seiner Krankheit und dann in Folge das Herausfinden eines Arzneimittels, welches genau diese charakteristischen Symptome hervorbringt und in Folge dann auch heilt. Da die Schäden durch Arzneiwirkungen auch beim Tier immer größer werden, kommt es zu einem stetig wachsenden Interesse an der Tierhomöopathie. Als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin gewinnt sie zunehmend an Bedeutung, sei es in der privaten Tierhaltung, bei Züchtern oder auch in der Landwirtschaft. Zahlreiche Projekte an den Landwirtschaftskammern belegen das. Man hat eingesehen , dass massive Eingriffe in den menschlichen und tierischen Körper, und somit auch in die Ökologie unserer Umwelt, zu einem bis vor kurzem noch ungeahnten schädigenden Faktor für alle Lebewesen zu werden droht. In zunehmendem Maße wird erkannt, das nichts besser funktioniert als die Natur selbst. Sofern sie im Gleichgewicht, d.h. ökologisch sein darf. Und nicht anderes versucht die Homöopathie: Uns, oder den Tierorganismus ins Gleichgewicht zu bringen, die Heilung von innen heraus zu aktivieren. Die Homöopathie ist eine sehr tiefgreifende Medizin, die einen grossen medizinischen und fachlichen Wissenshintergrund erfordert. Ein Tierheilpraktiker kann Tierhalter und Züchter begleiten und unterstützen, indem er ihnen hilft, das Prinzip dieser umfassenden Therapieform zu verstehen und auch umzusetzen und so wesentlich zur Gesundheit der Tiere beitragen. |
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